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Friedensgebet

Jeden Montag um 18:00 Uhr findet ein ökumenisches Friedensgebet in der Evangelischen Kirche Roßdorf statt.

Seit 20 Jahren treffen sich Menschen jeden Montag um 18 Uhr in der Evangelischen Kirche, um für FRIEDEN zu beten. Auslöser war der Kosovo-Krieg 1998 bis 1999. Innerhalb dieses etwa 1/2-stündigen Friedensgebetes gibt es eine Zeit für den persönlichen Gedankenaustausch zum Thema FRIEDEN – im Weltgeschehen, im Dorf, in der Nachbarschaft, in der Familie, in mir. Viele Jahre wurde der Gottesdienst am Buß- und Bettag vom ökumenischen Friedenskreis vorbereitet, um den Gedanken „für den Frieden zu beten“ in die Gemeinde zu tragen. 2005 und 2015 fand das Gedenken an den Abwurf der Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki auf dem Rathausplatz statt unter Beteiligung einer breiten Öffentlichkeit. Die Veranstaltung 2015 gab für unsere Bürgermeisterin Christel Sprößler den Anstoß, dem weltweiten Netzwerk der „Bürgermeister für den Frieden“ beizutreten. Diese setzen sich aktiv für die Abschaffung aller Atomwaffen ein. Viele Konfirmandenjahrgänge haben inzwischen das Friedensgebet kennengelernt. Manchmal wurden Konfirmandinnen und Konfirmanden auch von einem Elternteil begleitet. So tragen wir unser Anliegen, die Kriege und die Not in der Welt wahrzunehmen, kritisch zu hinterfragen und Gott um Hilfe zu bitten, in die nächsten Generationen weiter. Nur wenn in uns der Friede lebt, können wir Frieden stiften. Darin liegt unsere Hoffnung und die Kraft des Gebets stärkt unsere Hoffnung auf Friede.

Glockenläuten und ökumenisches Friedensgebet auf dem Rathausplatz

Ev. KGR
Ökumenisches Friedensgebet auf dem Rathausplatz

Etwa 80 Roßdorferinnen und Roßdorfer kamen am Freitagabend zum europaweiten Glockenläuten auf den Rathausvorplatz, um gemeinsam dem Geläut der beiden Glocken der katholischen Kirche und den vier Glocken der evangelischen Kirche zu lauschen.

Die Glocken haben bereits seit Jahrtausenden eine wichtige Bedeutung, so führte Pfarrer Dr. Axel Erdmann aus und erinnerte an den Beginn des 30-jährigen Krieges vor 400 Jahren und das Ende des ersten Weltkriegs vor 100 Jahren sowie den westfälischen Frieden von 1648 und das Goodfriday-Abkommen von Nordirland vor 20 Jahren.

Bürgermeisterin Christel Sprößler erläuterte das Anliegen des weltweiten Netzwerks der Bürgermeister für den Frieden Atomwaffen abzuschaffen. Der Weltfriedenstag der Vereinten Nationen, der seit 1981 am 21. September stattfindet, wurde mit diesem öffentlichen Friedensgebet zum ersten Mal auch in Roßdorf begangen.

Zum Abschluss sprach Pastoralreferentin Christine Holle noch ein Gebet und einen Segen, sodass alle Anwesenden zwar äußerlich gekühlt aber innerlich gewärmt nach Hause gingen.

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